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Spendenprojekt Dezember 2020

Jesus spricht: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Johannes 8,12

In der Corona-Pandemie herrscht in vielen anderen Ländern der Welt noch mehr Leid, da viele Spendengelder in diesem Jahr zurückgegangen sind.

Angetrieben von der Idee, auch anderen außerhalb Spielbergs ein Licht in dieser Welt zu sein, haben wir im Dezember 2020 Spenden für verschiedene Projekte von Anna gesammelt, die sie in Kathmandu und den Himalayas einsetzt.

 

Herzlichen Dank an alle, die sich hier eingebracht haben, dass wir den gigantischen Betrag von 3.000 € zusammen bekommen konnten. Wir sind überwältigt und berichten nun voller Begeisterung darüber, was dort in der Zwischenzeit gemacht wurde.

Lichter der Hoffnung Spendenprojekt Dezember 2020

Ein Bericht von Anna zum Einsatz eines Teils der Spendengelder (19.01.2021)

 

Noch vor Weihnachten haben wir mit einem Pastor, der eine Kirche in Koteshwor, einem sehr armen Viertel Kathmandus hat, Kontakt aufgenommen und ihn gefragt, wie wir drei Mädels seinen Dienst, seine Kirche und die Gegend, in der er wirkt, segnen können. Er meinte, dass er darüber nachdenken und beten wird. Eine Woche später haben wir uns getroffen, um gemeinsam zu beten und zu besprechen, ob oder was wir machen können.

Der Grund, warum wir den Pastor gefragt und mit ihm zusammenarbeiten wollen, ist, weil er die Menschen kennt. Er kennt Bedürfnisse und hat Beziehungen. Er arbeitet langfristig in der Gegend und wird nicht plötzlich wieder weg sein. Und er ist lokal. Egal, was wir Mädels machen könnten, es wird niemals so nachhaltig sein, wie mit und durch Pastor Purna, der auch in ferner Zukunft ansprechbar sein wird und schon jetzt als Licht in ihrer Mitte leuchtet. Warum also ein neues Feuer starten, das schnell wieder erlischt, wenn wir eines, das bereits brennt und ein bisschen Zündstoff vertragen kann, unterstützen können?

 

Als wir uns die darauffolgende Woche trafen, bat uns Pastor Purna allerdings nicht nach Koteshwor, sondern nach Imadol – Willkommen in den Himalayas! Pläne ändern sich, Missverständnisse passieren, doch Gott leitet auch durch Chaos. In Imadol gibt es ebenfalls eine ärmere Gegend, in der es vier Ziegelsteinfabriken gibt. Diese körperlich anstrengende Arbeit wird meist von Tagelöhnern über den Winter gemacht. Im Sommer stehen die meisten Fabriken still und die Menschen arbeiten auf den Feldern.

Pastor Purna hatte im Frühjahr 2020 – nach Beginn des Lockdowns – eine Schule gegründet, und zwar für die Kinder der Arbeiterfamilien, die es ihren Kindern oft nicht finanziell ermöglichen können, eine kostenlose Schulbildung zu bekommen. Das Ganze fand zudem in einer Zeit statt, in welcher die Schulen ebenfalls Lockdown-bedingt geschlossen waren. Der Pastor hatte schon seit längerem die Vision, diese Gegend zu erreichen – und die Kinder und die Schule gaben ihm diese Möglichkeit, langsam und nachhaltig Beziehungen aufzubauen und dann die Gute Botschaft mit den Familien zu teilen.

 

Und das genau zur richtigen Zeit, denn dieses Jahr blieben die Feuer in den Brennfabriken aus: Die Arbeiter waren arbeitslos. Doch die Schule fand statt. Auch wenn sie im letzten dreiviertel Jahr von einem Gebäude in ein einfacheres Wellblechhaus umziehen musste, und teilweise nicht stattfinden konnte, weil die Lehrerin krank war.

Der Pastor hofft weiter auf Gottes Versorgung, sodass die Schule größer und eine zweite Lehrkraft eingestellt werden kann, er hofft und betet für Finanzen, um Schaumstoffmatratzen und Sitzkissen für die kleinen Kinder zu besorgen, für die die Sitzbänke zu groß sind. Und er möchte dieses Jahr ein eigenes Wellblechhaus bauen, um Mietkosten einzusparen.

 

Und das ist der Dienst, für der der Pastor mit uns zusammen beten wollte. Gebet, denn er sagt, dass dies nicht sein Dienst ist, sondern Gottes Dienst. Und weil wir Gottes Kinder sind, ist es ebenso unser Dienst wie der seine.

Am Tag darauf kamen wir noch einmal wieder und spielten gemeinsam mit dem Pastor und den Kindern, die auf seine Ankündigung gekommen sind, Fußball, „Wer hat Angst vor’m Tiger?“ (Worte angepasst an die hießige Kultur) und „Faules Ei“. Außerdem brachten wir ihnen ein christliches Lied bei, das auf den Frieden und die Freude des Himmels weist. Danach beteten wir wieder mit dem Pastor für die Schule, die Kinder und den Dienst in der Gegend.

 

„Ich tanze, ich tanze für dich, ich singe, ich singe dieses Lied für dich (2x)
Es tut weh, es schmerzt hier auf dieser Welt
Doch im Himmel gibt es nur Frieden und Freude.“ 

 

 

Zwei Wochen später veranstalteten wir nochmal ein ähnliches Programm miteinander.

Für uns war es gut, dass der Pastor dabei ist, da er ganz gut Englisch spricht und es für ihn einfach ist, die Kinder zu einem solchen Programm einzuladen, da wir als Ausländer ohne Frage neugierig machen. Als wir nach der Verabschiedung von den Kindern noch kurz zusammensaßen, kam eine Bewohnerin, deren Haus neben unserem Spielfeld steht, auf uns zu und lud uns zu einer Tasse Tee ein, die wir, der Kultur entsprechend, ein paar Mal ablehnten, bevor wir auf ihr Drängen mit ihr mitgingen und uns über dem Tee für ein Weilchen unterhielten.

 

Außerdem haben wir Pastor Purna einen Teil der Spende gegeben, um die Matratzen und Sitzkissen für die Schule zu kaufen.

Wie das die Schule verändert, wird in den nächsten Wochen in einem Update von mir zu sehen sein.

Lichter der Hoffnung Spendenprojekt Dezember 2020
Lichter der Hoffnung Spendenprojekt Dezember 2020
Lichter der Hoffnung Spendenprojekt Dezember 2020
Lichter der Hoffnung Spendenprojekt Dezember 2020

Weitere Projekte von Anna

 

Die Wellblech-Schule in Imadol ist nicht das einzige Projekt, was Anna durch unsere Spende umsetzen konnte!

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